Merkel setzt sich für Dialog Chinas mit dem Dalai Lama ein
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AP, Michael Fischer / 24.10.08
Empfang des geistlichen Oberhaupts der Tibeter im Kanzleramt erneut verteidigt
Peking – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei ihrem Besuch in Peking für eine Fortsetzung des Dialogs zwischen der chinesischen Regierung und Vertretern des Dalai Lamas eingesetzt. „Ich glaube, das wichtigste ist das Gespräch“, sagte Merkel am Freitag nach Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao und Vertretern der Zivilgesellschaft. Die Gespräche zwischen Peking und Gesandten des im Exil lebenden geistlichen Oberhaupts der Tibeter laufen schon seit sechs Jahren. Die achte Runde wird derzeit vorbereitet.
Merkel verteidigte erneut den Empfang des Dalai Lamas im Berliner Kanzleramt, der vor einem Jahr zu einer Krise in den deutsch-chinesischen Beziehungen geführt hatte. Sie betonte, dass damit keinesfalls die Ein-China-Politik der Bundesregierung in Frage gestellt worden sei. „Ich habe noch einmal deutlich gemacht, dass ein Treffen mit dem Dalai Lama ein Treffen ist, bei dem es um kulturelle Autonomie geht“, erklärte Merkel. „Ich glaube wir sind uns da auch ein Stück näher gekommen in dem gegenseitigen Verständnis.“
Krise endgültig zu den Akten gelegt
Merkel hatte die Krise in den deutsch-chinesischen Beziehungen bereits am Donnerstag bei einem Treffen mit Ministerpräsident Wen Jiabao zum Auftakt ihres dreitägigen China-Besuchs endgültig zu den Akten gelegt. Am Freitag traf sie zunächst Präsident Hu und sprach dann mit vier chinesischen Autoren und Wissenschaftlern über den Wertewandel in China angesichts des wirtschaftlichen Aufstiegs des Landes. |